
Druckversion:
Cum grano salis.
Was bedeutet das eigentlich?
Cum grano salis
cum grano salis ist eine lateinische Redewendung, die vermutlich auf Plinius den Älteren
zurückgeht. Plinius schreibt in Naturalis historia XXIII, 149, dass General Pompej ein
Mittel gegen Schlangengift gefunden habe und empfiehlt zur Einnahme das Hinzufügen
eines Kornes Salz, "addito salis grano", was umgestaltet wurde zu "cum grano salis".
Die Etymologen streiten sich, ob das Salz das Gegengift effektiv machen sollte oder
bereits Plinius Zweifel an der Wirksamkeit des Rezeptes hatte und deswegen ironisch
den Zusatz von Salz empfahl.
Der Ausdruck wird heute meist verwendet, um eine
Aussage einzuschränken und den Hörer darauf aufmerksam zu machen, dass das
Gesagte möglicherweise nicht in jeder Hinsicht wahr ist.
Seltener wird der Satz so
verstanden, dass eine Behauptung nicht in jeder Hinsicht wahr sein muss, aber doch
ein Körnchen Wahrheit enthält.