Muss die Ruhe schön gewesen sein, vor 200 Jahren. Ruhe. Nicht die Ruhe, wie wir sie erleben, wenn wir uns per Ryan-Air in die ägyptische Wüste begeben haben, sondern Stille. Vor 200 Jahren gab es sie noch nicht, die Apparate und die Werbung. Wenn man Musik hören wollte, musste man sie machen.
Heute kann das jeder, überall. Schwieriger schon: Stille machen

Stellen Sie sich mal vor, Sie würden jemandem von vor 200 Jahren erzählen, sie seien in 1h50 von Hamburg nach Berlin gefahren (ICE 1717). Für ihn wäre das Magie, für Sie unpünktlich (1:35 sagt der Fahrplan).
Gibt es bei soviel Realität noch Platz für Träume, oder deren irdische Inkarnation, die Bedürfnisse?
Vor 2000 Jahren war es noch so: Weltberühmt wurde, wer den Umfang der Erde berechnen konnte, tot wer es 1700 Jahre später auch tat. Fliegen? Unmöglich. Und Heute? Endlich Erwachsen! Alles normal. Zum Mond fliegen? Eine Frage des Geldbeutels. Die Pest? Ausgerottet.

Sogar der Traum vom Fliegen wird heute war. Für 30€ beim Billigfluganbieter um die Ecke. Nur, wo bleiben da die Träume? Das Sandmännchen bringt sie und Saturn Hansa erfüllt sie. Billig und sofort. War das Waschen einst eine mühselige Qual und das einfache Waschen ein Traum, so kaufen wir die Erfüllung des Traumes – die Waschmaschine – heute nur noch, wenn sie billig ist. Weil alle Waschmaschinen mehr oder weniger gleich sind, kaufen wir entweder die billigste, oder die mit der tollsten Marke. überhaupt Marken, weil heute irgendwie alles gleich ist haben die findigen Alchemisten in den Marketingabteilungen Dinge wie „Consumer Benefit“ oder „Consumer End Benefit“ erfunden.
Das geht auch auf deutsch: „Wenn Sie diese Waschmaschine kaufen findet alle Welt Sie super“. So oder so ähnlich lautet das Prinzip. Das Dumme ist nicht, dass hier etwas versprochen wird. Es ist ganz normal, dass erste Bekanntschaften – ja auch mit AEG – mit Erwartungen und Versprechungen verbunden sind. Das Problem ist: Die Erwartungen drehen sich nicht um einen Bedarf, denn dessen Erfüllung ist nebensächlich. Die Versprechungen verlassen sich darauf, dass am Lebensende des Gerätes auch die Erinnerung an die Versprechen ihre Lebenserwartung überschritten hat.

Bei uns gibt es keinen Consumer Benefit. Warum? Weil es bei uns keine Konsumenten gibt. Bei Sprechkultur sind Sie Partner. Sie bekommen ein Versprechen von uns: Wir versprechen Ihnen, dass wir Ihnen nicht ein Produkt verkaufen, sondern mit unseren Mitteln daran arbeiten Ihre Bedürfnisse zu bedienen. Sprechkultur endet nicht mit dem Bezahlen der Rechnung, sondern beginnt erst.
Das sehen Sie zum Beispiel daran, dass wir Fragen, Wünsche und Anregungen immer sehr ernst nehmen und umgehend reagieren. (Das können Sie testen).
Das sehen Sie auch daran, dass Sprechkultur-Trainer wirklich gut darin sind zuzuhören, was leider eine sehr selten gewordene Fähigkeit ist (Darauf sollten Sie achten)
Das sehen Sie auch daran, dass unsere Werkzeuge (andere nennen das Produkt) durch unser Bedürfnis entstanden sind Ihre Probleme zu lösen (das nennen wir pragmatisch) und nicht Ihre Probleme bloss zu beschreiben (das nennen die theoretisch), oder einfach mit irgendwelchen Dingern auf Ihre Probleme einzudreschen (das nennen die praktisch).
Zu guter letzt sehen Sie das daran, dass dieser Artikel nicht mit „Ihr Sprechkultur-Team” unterschrieben ist, sondern mit
Ihr
Timm Reinisch und Martin C. Hühnerhoff
Verschiedene Arten der Personalentwicklung. Mit einer Prise Salz zu geniessen!