
Einer der Sätze die neu eingefügt wurden:
Kleinfeld leitete selbst verschiedene Projekte in unseren weltweit operierenden Bereichen, wie z.B. im Mobilfunk, in der Industrieautomation und im Kraftwerksbereich.
Das lässt sich schnell herausfinden: einfach
whois 194.138.18.131
In eine Shell eingeben.
person: Klaus Bork
address: Siemens AG
address: Chief Information Office
address: CIO IN
address: Suedallee 1
address: D-85356 Munich
phone: +49 89 636 35387
e-mail: Klaus.Bork@siemens.com
Auch andere Siemens-Bereiche griffen auf den Wikipedia Artikel zu und führten Veränderungen ein (192.35.17.30, 217.194.34.123)
So wurde beispielsweise am 11. April 2006 aus "Klaus Kleinfeld" das sympathieheischende und leicht irrelevante "Klaus Kleinfeld, intern auch gerne als Kay Cee Kay (KCK) bezeichnet," was wohl auch nicht alle bei Siemens ideal fanden, denn zwei Tage später, am 13. April, machte ein anderer Siemens Mitarbeiter daraus "Klaus Kleinfeld, intern auch gerne als Kay Cee Kay (KCK, Klaus Chrisina Kleinfeld) bezeichnet"
Nicht alle Änderungen waren so harmlos: Vom 21. zum 23. Mai 2006 veränderten Siemens Mitarbeiter den Text beispielsweise wie folgt: aus"Da es der Siemens AG nicht gelang, einen Teil des angeschlagenen Geschäftsbereiches Com (Handys ohne Festnetztelefone) erfolgreich zu sanieren, verkaufte Siemens unter Führung von Klaus Kleinfeld diesen Bereich zu einem negativen Preis an das taiwanesische Unternehmen BenQ."
machte die Siemens PR-Abteilung den folgenden Text"Siemens verkaufte unter Führung von Klaus Kleinfeld einen Teil des Geschäftsbereiches Com (Handys ohne Festnetztelefone) an das taiwanesische Unternehmen BenQ. "
Wobei der sachliche Fehler "taiwanesisch" nichteinmal korrigiert wurde. Das PR-Desaster für Siemens fand seinen vorläufigen Höhepunkt in Artikeln auf Spiegel-Online und Heise-online am 27. Mai 2006 (Zum Spiegel-Artikel, Heise-online Artikel) und mit der Teilsperrung des Wikipedia Artikels.Nimmt man noch den Fauxpas den sich die Siemens-PR mit dem Wegretuschieren einer 3270€ Rolex aus einem Pressefoto leistete hinzu (Man wollte Klaus Kleinfeld als arbeiternahen Cola-light-trinker positionieren, Artikel im Hamburger Abendblatt), zeigt sich deutlich, was passieren kann, wenn man PR als Propaganda missversteht, statt ehrliche und transparente Kommunikation zu betreiben.
Ein Wort noch zur Wikipedia, natürlich dürfen auch Siemens Mitarbeiter an einem Artikel über Klaus Kleinfeld mitarbeiten, aber das muss transparent geschehen. Es sollten keine anonymen IP-Adressen verwendet werden und die Änderungen sollten erst auf den entsprechenden Seiten zur Diskussion gestellt werden, bevor sie tatsächlich durchgeführt werden.